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Mittwoch, 05. Juni 2019

(Foto: Bernd Thissen/dpa)
Ein 41-jähriger Somalier soll an einem Piratenüberfall auf einen griechischen Öltanker beteiligt gewesen sein. Zu Prozessbeginn in Dortmund gibt er zu, dass er auf dem Schiff war. Aber nur, um zu kochen.
Dortmund (dpa/lnw) - Das Geiseldrama dauerte zehn Monate. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 13 Millionen Dollar wurde die Besatzung der "Smyrni" im März 2013 von ihren Entführern freigelassen. Seit Mittwoch beschäftigt die Geschichte des griechischen Rohöltankers, der im Mai 2012 am Horn von Afrika in die Fänge somalischer Piraten geraten war, das Dortmunder Landgericht. Auf der Anklagebank soll einer der Entführer sitzen.Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht.Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. "Ein Teilgeständnis" solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. "Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient", heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. "Ein Sturmgewehr hatte ich nie", erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: "Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig."Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall "Smyrni" verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. "Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen", kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren.Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer "Star" soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden.Der Prozess am Dortmunder Landgericht könnte nach dem Teilgeständnis schneller zu Ende gehen als ursprünglich gedacht. Die Richter gehen von einem Urteil im Juli aus.
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Piratenprozess in Dortmund: „Ich war...
Das Geiseldrama dauerte zehn Monate. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 13 Millionen Dollar wurde die Besatzung der „Smyrni“ im März 2013 von ihren Entführern freigelassen. Seit Mittwoch beschäftigt die Geschichte des griechischen Rohöltankers, der im Mai 2012 am Horn von Afrika in die Fänge somalischer Piraten geraten war, das Dortmunder Landgericht. Auf der Anklagebank soll einer der Entführer sitzen.
Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht.
Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. „Ein Teilgeständnis“ solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. „Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient“, heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. „Ein Sturmgewehr hatte ich nie“, erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: „Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig.“
Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall „Smyrni“ verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. „Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen“, kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren.
Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer „Star“ soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden.
Der Prozess am Dortmunder Landgericht könnte nach dem Teilgeständnis schneller zu Ende gehen als ursprünglich gedacht. Die Richter gehen von einem Urteil im Juli aus.
Nordrhein-Westfalen Geiseldrama:...
Mittwoch, 05. Juni 2019

(Foto: Bernd Thissen/dpa)
Ein 41-jähriger Somalier soll an einem Piratenüberfall auf einen griechischen Öltanker beteiligt gewesen sein. Zu Prozessbeginn in Dortmund gibt er zu, dass er auf dem Schiff war. Aber nur, um zu kochen.
Dortmund (dpa/lnw) - Das Geiseldrama dauerte zehn Monate. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 13 Millionen Dollar wurde die Besatzung der "Smyrni" im März 2013 von ihren Entführern freigelassen. Seit Mittwoch beschäftigt die Geschichte des griechischen Rohöltankers, der im Mai 2012 am Horn von Afrika in die Fänge somalischer Piraten geraten war, das Dortmunder Landgericht. Auf der Anklagebank soll einer der Entführer sitzen.Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht.Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. "Ein Teilgeständnis" solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. "Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient", heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. "Ein Sturmgewehr hatte ich nie", erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: "Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig."Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall "Smyrni" verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. "Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen", kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren.Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer "Star" soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden.Der Prozess am Dortmunder Landgericht könnte nach dem Teilgeständnis schneller zu Ende gehen als ursprünglich gedacht. Die Richter gehen von einem Urteil im Juli aus.
Somalier in Dortmund vor Gericht
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.06.2019 11:30Ein mutmaßlicher Pirat aus Somalia muss sich jetzt vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Dem Asylbewerber wird schwerer erpresserischer Menschenraub vorgeworfen. Gemeinsam mit Komplizen soll er im Mai 2013 einen Öltanker gekapert und zehn Monate lang festgehalten haben.© jpeter2 / Pixabay
Prozessbeginn: Somalischer Pirat in...
Dortmund (dpa/lnw) - Das Geiseldrama dauerte zehn Monate. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 13 Millionen Dollar wurde die Besatzung der «Smyrni» im März 2013 von ihren Entführern freigelassen. Seit Mittwoch beschäftigt die Geschichte des griechischen Rohöltankers, der im Mai 2012 am Horn von Afrika in die Fänge somalischer Piraten geraten war, das Dortmunder Landgericht. Auf der Anklagebank soll einer der Entführer sitzen. Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht. Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. «Ein Teilgeständnis» solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. «Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient», heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. «Ein Sturmgewehr hatte ich nie», erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: «Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig.» Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall «Smyrni» verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. «Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen», kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren. Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer «Star» soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden. Der Prozess am Dortmunder Landgericht könnte nach dem Teilgeständnis schneller zu Ende gehen als ursprünglich gedacht. Die Richter gehen von einem Urteil im Juli aus.
Britischer Europäer mit somalischen...
Seine Zeit ist dieser Tage noch knapper als zuvor, weshalb ein Telefonat mit dem neuen Europaabgeordneten Magid Magid erst nach langer Planung zustande kommt. Gerade erst hat Magid seinen ehrenamtlichen Job als Bürgermeister von Sheffield aufgegeben, der im englischen Kommunalsystem für je ein Jahr unter den gewählten Stadträten rotiert. Anfang Juli zieht der 29-jährige gebürtige Somalier für die britischen Grünen ins Europaparlament ein. Niemand weiß, ob sein Aufenthalt dort von langer Dauer ist. Ein paar Wochen, vier Monate bis zur neuen Brexit-Deadline 31. Oktober? Magid gibt sich optimistisch: „Fünf Jahre, das ist unser Ziel. Drück‘ uns die Daumen, mein Freund“, sagt er.Mit der Familie floh der Fünfjährige 1994 vor dem Bürgerkrieg in Somalia zunächst nach Äthiopien, erhielt dann Asyl in Großbritannien. Magid wuchs in Sheffield auf, im Norden Englands. In dieser Zeit machte die Stadt einen schwierigen Wandel durch – von einer heruntergekommenen Industriestadt zum heutigen High-Tech-Cluster mit hochmodernen Spezialstahlunternehmen, angetrieben von der international renommierten Universität.Warum die Grünen sich bisher schwer tatenSein politisches Interesse führte Magid vor fünf Jahren zu den Grünen, die in Großbritannien lange ein Schattendasein führten – auch, weil sich gegenüber den traditionellen Volksparteien Tories und Labour vor allem die Liberalen profilierten. Bei nationalen und lokalen Wahlen steht allen kleineren Parteien zudem das Mehrheitswahlrecht im Weg: Gewählt wird, wer die erfolgreichste Partei vertritt, alle anderen Stimmen fallen unter den Tisch.Diesmal haben es für die Grünen fünf Frauen und zwei Männer ins Europaparlament geschafft – für das nach Verhältniswahlrecht abgestimmt wird. Zwölf Prozent der Wählerstimmen hat die Partei bekommen. Die Grünen lehnen den Brexit ab, wünschen sich ein zweites Referendum, wollen „in Europa bleiben und es verändern“, wie Magid im Wahlkampf sagte. Sebastian Borger
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Mittwoch, 05. Juni 2019

(Foto: Bernd Thissen/dpa)
Ein 41-jähriger Somalier soll an einem Piratenüberfall auf einen griechischen Öltanker beteiligt gewesen sein. Zu Prozessbeginn in Dortmund gibt er zu, dass er auf dem Schiff war. Aber nur, um zu kochen.
Dortmund (dpa/lnw) - Das Geiseldrama dauerte zehn Monate. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 13 Millionen Dollar wurde die Besatzung der "Smyrni" im März 2013 von ihren Entführern freigelassen. Seit Mittwoch beschäftigt die Geschichte des griechischen Rohöltankers, der im Mai 2012 am Horn von Afrika in die Fänge somalischer Piraten geraten war, das Dortmunder Landgericht. Auf der Anklagebank soll einer der Entführer sitzen.Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht.Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. "Ein Teilgeständnis" solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. "Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient", heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. "Ein Sturmgewehr hatte ich nie", erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: "Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig."Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall "Smyrni" verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. "Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen", kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren.Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer "Star" soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden.Der Prozess am Dortmunder Landgericht könnte nach dem Teilgeständnis schneller zu Ende gehen als ursprünglich gedacht. Die Richter gehen von einem Urteil im Juli aus.
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Auf der Erde ist ein Leben kaum noch möglich. Der ehemalige NASA-Astronaut Joe Cooper erfährt durch seinen einstigen Mentor Dr. Brand, dass in der Nähe des Saturns ein Wurmloch...
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Foreign interests blamed in escalating...
By NYAMBEGA GISESASunday June 16, 2019Foreign Affairs Cabinet Secretary Monica Juma displays a map indicating that the oil blocks under contention with Somalia are in Kenya's territory, during a press conference at Intercontinental hotel in Nairobi on February 21, 2019. PHOTO | EVANS HABIL | NATION MEDIA GROUP The Kenyan government is making fresh efforts to negotiate with Somalia as a way of ending the maritime conflict between the two countries after the collapse of previous talks, senior government officials have told the Sunday Nation.CORPORATIONS
Kenya is also set to file a complaint with the Norwegian and British governments, whom it accuses of fuelling the conflict.
"Dialogue is the best way to solve a dispute involving two countries. And this is the route that we are pursuing for now," Col (Rtd) Cyrus Oguna, the government spokesperson, told the Sunday Nation.
The new development comes after United Nations monitors warned in a confidential report that Western commercial oil exploration in disputed areas of Somalia and discrepancies over which authorities can issue licences to companies could spark further conflict in Somalia.
The tussle began in August 2014 when Somalia sued Kenya at the International Court of Justice at The Hague, Netherlands, for unlawful operations in her maritime territory measuring 100,000 square kilometres.
“Whereas Kenya filed a response of one volume, Somalia filed 10 volumes of documents with each at least 250 pages. Other than that, Somalia appears to be receiving considerable help in terms of financial assistance and legal advice from Western corporations and foreign masters,” Prof Peter Kagwanja, an expert on security, governance and strategic issues and the head of the Africa Policy Institute, said.
Ads By Google In the UN Monitoring Group’s latest annual report to the Security Council’s sanctions committee on Somalia and Eritrea, Norwegian oil firm DNO and Canadian-listed Africa Oil Corp AOI. V are cited as some of the companies whose activities in Somalia could spark a conflict.CONVENTION
“In this case, the involvement of a Norwegian company on one side and of a Swedish-owned/Canada-based company on the other, is even more disturbing, considering the long-standing implication of Norway and Sweden in promoting peace and dialogue in Somalia,” Reuters quotes the report.
Senior government officials who confided in the Sunday Nation are blaming Somali President Mohamed Abdullahi Mohamed alias Farmajo and Prime Minister Hassan Ali Khaire popularly known as Hassan Khayre, for working with some Western governments and multinational corporations to escalate the dispute.
President Farmaajo holds both the Somali and American citizenship.
Hassan Khayre, a former oil executive is a dual citizen of Somalia and Norway. He has previously served as the director of Soma Oil and Gas, a private oil company formed in 2013 to explore natural resources in Somalia.
Soma Oil and Gas was the first international company to sign an oil contract with the Somali government, an issue that led to investigations by the UK’s Serious Fraud Office.
Other than Mr Khayre, the other key persons in the company are billionaire Michael Howard, a member of Britain’s House of Lords where he is referred to as Baron Howard of Lympne, and Russian billionaire Alexander Djaparidze, the CEO and largest shareholder of Eurasia Drilling Company.
Somalia wants the ICJ to define the boundary as laid down by the United Nations Convention on the Law of the Sea and other international sea laws while Kenya wants the boundary to remain in accordance to the maritime boundary that former President Daniel Moi pronounced and declared in 1979.SECESSIONIST
The Kenyan government has asked Somalia to settle the matter through negotiations led by the Foreign Affairs ministers. But meetings between the two ministers have not borne any fruits.
Deliberations of a similar meeting between President Uhuru Kenyatta and President Farmajo have not been made public but indications point out that no solution was reached.
Some analysts say that the sponsors of the conflict are behind efforts to revive the secessionist agenda of the Northern Frontier District Independence Party.
Kenya is also wary of a recent meeting between Tanzania President John Magufuli and Mr Farmajo with regional observers pointing fingers at its neighbours Tanzania, Ethiopia and Eritrea as the dispute escalates.
“Due to the nature of the conflict, other key players in the dispute include Turkey, Saudi Arabia, Egypt and the United Arab Emirates,” says Dr Hassan Khannenje, the Director HORN International Institute for Strategic Studies.
If the court rules against Kenya, the country will lose all the rights to the continental shelf and as a result will have to seek permission either from Somalia or Tanzania so as to use the Indian Ocean. Such a ruling will also affect other countries that depend on the Kenyan ports for movements of goods among them Uganda, Burundi, Rwanda, South Sudan and parts of Tanzania. Prof Kagwanja says that even a ruling favouring Kenya is not likely to end the dispute.
Dr Duncun Ojwang, a lecturer at Africa Nazarene University, argues that Kenya should disregard the ICJ process, and push for the dispute to be resolved as a regional matter.
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A Vivid Tale of Father and Son - New York Times
As length of immigrant detentions grows in Minnesota, so do petitions for relief - Star Tribune
Car bomb, revenge attack kill several in Somalia - AFP
Sudan Ousted a Brutal Dictator. His Successor Was His Enforcer. - New York Times
The Central Asia summits that show Washington is losing grip - Jpost
Say Goodbye to Kevin Durant as You Knew Him - Bleacher Report
Calls for dialogue to solve Kenya, Somalia maritime dispute - The East Africa
AMISOM visits newly recovered Bariire on an assessment mission - AMISOM
Hawa Hassan: The Hot Sauce Boss that Goes with Her Gut - bonappetit
TİKA delivers 45 tons of food to drought-hit Djibouti - Daily Sabah
Turkey condemns terror attacks in Somali capital - Anadolu Agency
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Der 41-Jährige ist klein, schmächtig und fingert fast ununterbrochen an seiner Gebetskette herum. 2014 war er nach Deutschland gekommen, um hier einen Asylantrag zu stellen. Zweimal wurde dieser bisher abgelehnt, doch die Klage dagegen läuft immer noch. Zuletzt hatte sich der Somalier in Hamm aufgehalten. Ende 2018 wurde er jedoch von einem mutmaßlichen Piraten-Komplizen verraten und geriet ins Visier der Ermittler. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft - und landete jetzt ausgerechnet in Dortmund vor Gericht.
Zu Prozessbeginn lässt der Somalier seinen Verteidiger Martin Mauntel eine Erklärung verlesen. „Ein Teilgeständnis“ solle das sein, sagt der Anwalt vorweg. Der Somalier behauptet, er habe 2013 in Somalia als Koch in einem Restaurant gearbeitet, als irgendwann drei Männer einer Miliz gekommen seien. Diese hätten ihm 400 Dollar monatlich angeboten. „Zu der Zeit habe ich in dem Restaurant gerade mal einen Dollar pro Tag verdient“, heißt es in der Erklärung. Der Angeklagte habe das Angebot angenommen und sei zu dem bereits entführten Tanker gebracht worden. Dort habe er drei Monate lang für die Geiseln und die Besatzung gekocht. „Ein Sturmgewehr hatte ich nie“, erklärte Verteidiger Mauntel für seinen Mandanten weiter. Und: „Ich war auch nie für die Bewachung der Geiseln zuständig.“
Zwei weitere Piraten sind in Deutschland bereits für den Fall „Smyrni“ verurteilt worden. Einer zu zweieinhalb Jahren Jugendstrafe, der andere zu sieben Jahren Haft. „Je nach Art, Dauer und Umfang der Beteiligung dürften wir hier irgendwo dazwischen landen“, kündigte Richter Thomas Kelm am Mittwoch nach einem Rechtsgespräch an. Es geht um eine Strafe zwischen vier und fünf Jahren.
Das Schicksal der 26-köpfigen Besatzung hatte nach der Entführung des Tankers für große Anteilnahme gesorgt. Eine Gruppe Piraten hatte das mit 135 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff vor der Südostküste des Oman mit Sturmgewehren beschossen und schließlich die Schutzmaßnahmen aus Stacheldraht und Schläuchen überwunden. Danach war der Tanker an die somalische Küste gebracht worden. Der Piratenführer „Star“ soll später regelmäßig mit der Exekution von Crewmitgliedern gedroht haben. Zwei Personen mussten schon ihre Familien anrufen und sich verabschieden.
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